Press release : Making Frankfurt a Global Startup Hotspot

MASTERPLAN FRANKFURT RHEIN-MAIN
AL-WAZIR: FRANKFURT ZU EINEM HOTSPOT DER GLOBALEN STARUP-SZENE MACHEN

Frankfurt, 13. Juni 2018 – Das StartUp-Ökosystem in Hessen und insbesondere in der Region Frankfurt Rhein-Main entwickelt sich rasant. „Wir haben uns gemeinsam mit Hochschulen, etablierten Unternehmen und innovativen StartUps ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die Region soll sich innerhalb von fünf Jahren zum führenden FinTech-Hub in Kontinentaleuropa sowie einer international anerkannten Tech-Region entwickeln. Der im Februar vorgestellte Masterplan enthält dazu eine Vielzahl an Maßnahmen, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Frankfurt.

Mit dem StartUp Genome Report liegt nun die erste umfassende globale Analyse, die sich auf junge, wachstumsstarke, innovative und technologieorientierte Unternehmen – sogenannte Scaleups – mit Sitz in Frankfurt konzentriert. Scaleups sind definiert als Startups, die innerhalb der ersten zehn Jahre eine Bewertung von mindestens 50 Millionen US-Dollar erreicht haben.

„Die Studie zeigt: Wir haben alle Chancen, Frankfurt zu einem internationalen Hotspot der StartUps-Szene zu machen. Bei der Vernetzung der Fintech-Szene attestiert uns der Bericht bereits einen globalen Spitzenplatz“, so der Minister. „Aber wir sehen jetzt auch, welche Potenziale wir noch längst nicht ausgeschöpft haben. „In der Region Frankfurt RheinMain gibt es über 50 Hochschulen und Forschungseinrichtungen un. rund 230.000 Studierende. 14% davon sind internationale Studierende. „Es gibt bislang allerdings kaum Berührungspunkte zwischen Studierenden und StartUps. Hier können und wollen wir unbedingt besser werden.“

Der Minister gab im Frankfurter TechQuartier auch den Startschuss für die neue StartUp-Online-Plattform „TechObserver“. Die datengetriebene Internet-Plattform basiert auf den Rohdaten weltweit anerkannter Studien und Datenquellen. „Wir wollten nicht die X-te Gründerplattform, die von erfolgreichen Gründungen in der Region erzählt oder zwischen StartUps und Investoren vermittelt. Hier gibt es schon ein großes Angebot“, so Al-Wazir. „Mit dem TechObserver wollen wir die harten Fakten, die für die Region sprechen, noch bekannter machen und so weitere Start-Ups und Investoren in die Region bringen.“

Die Internetseite bereitet dazu zentrale Fragen auf, die für Standort- und Investitionsentscheidungen in der StartUps-Szene zentral sind: „Welche Start-Ups sind in der Region Frankfurt Rhein-Main in welchen Branchen aktiv? In welchen Studiengängen werden welche Talente ausgebildet? Welche Akzelatorenprogramme gibt es und wie erfolgreich laufen sie?“ Die Website ist kostenlos und frei zugänglich.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde darüber hinaus die strategische Partnerschaft zwischen dem TechQuartier und Visa vorgestellt (Gold-Sponsor). Die Partnerschaft folgt auf die Ankündigung von Visa aus der vergangenen Woche, ein Investitionsprogramm in Höhe von 100 Mio. US-Dollar einzurichten. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Unterstützung von Startup-Unternehmen, die im Bereich des „open banking“ aktiv sind und an innovativen Lösungen für den digitalen Handel arbeiten.

„Mit dem TechQuartier haben wir den idealen Partner für unsere FinTech-Aktivitäten in Deutschland gefunden. Die Kooperation mit dem TechQuartier passt perfekt zu unserem kürzlich vorgestellten FinTech- und Investment-Programm, bei dem insbesondere Early Stage Start-ups im Fokus stehen“, sagte Albrecht Kiel, Regional Managing Director für Zentraleuropa.

Ein weiterer wichtiger Teil dieser Partnerschaft ist die gemeinsame Förderung der Visa‘s Everywhere Initiative (VEI) – einem globalen Start-up Programm. Im Fokus stehen Innovationen und digitale Technologien für den deutschsprachigen Raum, die genutzt werden können, um einerseits zahlungsbezogene Kundenerfahrungen zu verbessern und andererseits zukünftige Herausforderungen im Zusammenhang mit Smart Cities, IoT und Mobilitätskonzepten zu gestalten.

Hintergrund Masterplan:

Der Masterplan umfasst derzeit 20 Maßnahmen aus vier zentralen Bereichen:

Bereich Konkrete Maßnahmen
 Talentaktivierung bspw. Praxis-Angebote an Hochschulen, Internationale Austauschprogramme, Mentoren-Programme für Gründer
 Förderung von Kooperationen bspw. Netzwerkevents, Startup-Investorenkonferenzen
 Zugang zu Finanzkapital bspw. Acceleratoren, Investorenmarketing, staatliche Investitionsfonds
 Standortmarketing bspw. Neues Webportal Rhein-Main community, Welcome Package, Ökosystem-Analysen

Insgesamt umfasst der Masterplan Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 15 bis 20 Millionen Euro innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre. Al-Wazir: „Mit der Umsetzung des Masterplans liegt eine große Aufgabe vor uns, die über das Thema FinTech hinausgeht und nur durch breite Unterstützung und enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfolgreich bewältigt werden kann. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu.“